24h-Rennen Nürburgring: Zuerst voll dabei, dann Handicaps und Aufgabe

Nach sehr gutem Qualifying für die Top-30 ging das AutoArena Motorsport-Team vom 16. Startplatz in das 24h-Rennen Nürburgring 2018. 74 Runden und gut 13 Stunden später sahen die Fahrer Patrick Assenheimer, Clemens Schmied, Jeroen Bleekemolen und Raffaele Marciello die Zielflagge allerdings nicht.

Clemens Schmid: „Es war ein schwieriges Wochenende für uns. Solange die Temperaturen kühl waren, sind wir voll dabei gewesen. Das haben die Qualifyings und auch der Rennabend gezeigt. Leider hatte es dann in der Nacht den Unfall von Raffaele gegeben, der uns einfach extrem viel Zeit gekostet hat. Im Starkregen haben wir uns dann aufgrund der Beschädigungen und Vorfälle mit dem Auto entschieden, das Fahrzeug zurückzuziehen. Ich kann mich nur bei meinen Teamkollegen bedanken. Der Team-Spirit war super und es war trotz allem ein geiles Event. Für die nächsten VLN-Läufe nehmen wir auch viel Positives mit. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen und Hankook weiß es auch. Und dann schaun wir mal!“

Startfahrer Patrick Assenheimer (26, Heilbronn) kämpfte im Mercedes-AMG GT3 von Beginn an mit starken Vibrationen, die von einem verloren gegangenen Auswuchtgewicht herrührten. Den Speed mit den Spitzenfahrzeugen konnte der Heilbronnen somit nicht mithalten. Danach folgte ein Leitplankenkontakt von Raffaele Marciello (23, IT), der den Austausch einer Radaufhängung erforderlich machte. Gegen 22.45 Uhr verlor der Italiener wohl als Folge des Kontakts im Bereich Kesselchen das linke Hinterrad. Die Bergung des Fahrzeugs an der Strecke gestaltete sich schwierig, einzige Chance des Teams war es, das Rad direkt vor Ort zu montieren. 23:22 Uhr, Teamchef Günter Aberer: „Raffaele Marciello war angeschlagen und die Aufhängung gebrochen. Deswegen mussten wir sie wechseln. Damit haben wir leider zwei Runden verloren.“

Somit verging mehr als eine Stunde, ehe Clemens Schmid (27, AT) den Wagen aus der Box fuhr. Im nun einsetzenden Regen meldete Clemens bald starkes Aquaplaning und unberechenbares Fahrverhalten. Der Mercedes wurde zum Check in die Box zurück gerufen. Der Routinier Jeroen Bleekemolen (36, NL) ging nochmals auf die Bahn, doch alle Mühe erwies sich am Ende als vergeblich. Kurz nach 4 Uhr zogen die Verantwortlichen den Wagen zurück, die 100%ige Sicherheit konnte nicht mehr gewährleistet werden.

„Was für ein Rennen“, seufzte HTP-Teamchef Norbert Brückner. „Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die 24 Stunden Nürburgring mögen uns nicht. Bei diesem unglaublich hohen Niveau im Feld ist der berühmte Null-Fehler-Job erforderlich, wenn man gewinnen will. Wir werden aus unseren Fehlern lernen und umso stärker zurückkommen.“

Sieger des 24h-Rennens Nürburgring 2018 wurde zum insgesamt 12. mal ein Porsche des Manthey-Teams.